Presse-Information

16. Januar 2014

GVM-Studie: Herstellergetragene Rücknahmesysteme sind Stütze der Kreislaufwirtschaft

Bild 1. Seit 2005 steigt die Menge der von den vier BiPv-Mitgliedern – die Gebinde-Verwertungsgesellschaft der Mineralölwirtschaft mbH (GVÖ), Hamburg, die Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf, die Partslife GmbH, Neu-Isenburg, sowie die Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH (RIGK), Wiesbaden – insgesamt eingesammelten und verwerteten Verpackungsabfälle (alle Materialien) signifikant und kontinuierlich.

 

Bild 2. In den Jahren 2005 bis 2012 haben die vier BiPv-Mitglieder 49.891 Tonnen Verpackungsabfälle aus Papier und Pappe erfasst und diese zu 99,9 % verwertet. Bei Kunststoff betrug die Erfassungsmenge 74.529 Tonnen (98,4 % davon verwertet) und bei Weißblech und Stahl 78.460 Tonnen (vollständig verwertet).

 

Köln, Januar 2014 – Die direkte Umsetzung des in der VerpackV verankerten Prinzips der Produktverantwortung bildet seit zwanzig Jahren die tragfähige Basis für den kontinuierlich wachsenden Erfolg herstellergetragener Systeme zur Rücknahme von Verpackungen. Die detaillierten Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Dokumentation der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung zur Sammlung und Wiederverwertung von Verpackungen belegen diesen Erfolg auf eindrucksvolle Weise. Die GVM kommt daher zu dem Schluss: „Herstellergetragene Rücknahmesysteme brauchen hinsichtlich der Effizienz den Vergleich mit anderen Rückführungsschienen für Verpackungen, nicht zu scheuen. Sie sollten daher bei der Konzeption und im Rahmen der Umsetzung gesetzgeberischer Änderungen, z.B. im Rahmen eines Wertstoffgesetzes, als unverzichtbar angesehen werden.“

Initiator der zugrundeliegenden Studie war die Brancheninitiative Produktverantwortung (BiPv), in der zurzeit vier Betreiber solcher Rücknahmesysteme zusammengeschlossen sind – die Gebinde-Verwertungsgesellschaft der Mineralölwirtschaft mbH (GVÖ), Hamburg, die Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf, die Partslife GmbH, Neu-Isenburg, sowie die Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH (RIGK), Wiesbaden. Alle vier Unternehmen haben ihre Arbeit kurz nach Inkrafttreten der VerpackV im Jahr 1991 aufgenommen.

Wie die Studie unter anderem belegt, haben diese vier herstellergetragenen Systeme seit 1996 mehr als 362.000 Tonnen Verpackungen erfasst, von denen 361.000 Tonnen (99,7 %) einer Verwertung zugeführt wurden. Davon wiederum gingen 321.000 Tonnen (über 86 % der Gesamtmenge) in die werkstoffliche Verwertung. Im Jahr 2012 haben diese Systeme zusammen rund 36.000 Tonnen eingesammelt und vollständig einer Verwertung zugeführt. Von den verwerteten Mengen entfallen 82 % auf die stoffliche und 18 % auf die energetische Verwertung. Diese Ergebnisse basieren auf geprüften Mengenstromdaten der in der BiPv organisierten Unternehmen. Eine Übersicht über die Ergebnisse der Studie kann bei der BiPV angefordert werden.

Herstellergetragene Rücknahmesysteme …
… wirken als Bindeglied zwischen Herstellern von Verpackungen und deren gewerblichen Endverbrauchern. Ihr gemeinsames Merkmal ist die unmittelbare Umsetzung der Produktverantwortung der herstellenden Industrie – als Grundprinzip der deutschen Abfallwirtschaft im Allgemeinen und der Verpackungsverordnung im Besonderen.

Die Hersteller organisieren deutschlandweit die Rücknahme und Verwertung der Verpackungen über von ihnen unmittelbar selbst getragene Rücknahmesysteme. Sie selbst gewährleisten die Überwachung und Kontrolle der Rücknahme und Verwertung im Rahmen ihrer abfallrechtlichen Sorgfaltspflicht. Aufgrund der direkt durch die Hersteller wahrgenommenen Produktverantwortung sind auch die einzelnen Stellen, an denen die Verpackungen zurückgenommen werden, bekannt und identifizierbar. So stellt die durchgängige Selbstorganisation der Rücknahme sicher, dass gleichartige Verpackungen zurückgenommen und einer hochwertigen Verwertung zugeführt werden können. Auf dieser Basis lassen sich hohe Verwertungsquoten erreichen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben Hersteller allein aufgrund der von ihnen als Leitprinzip ihres Handelns verstandenen Produktverantwortung und zur Förderung der Nachhaltigkeit herstellergetragene Rücknahmesysteme ins Leben gerufen auch ohne dass dabei ein Druck durch ein gesetzliches Regelwerk in Form von Quoten und Dokumentationspflichten bestand. Zwei BiPv-Mitglieder, GVÖ und Partslife, sind als Branchenlösung nach § 6 Abs. 2 VerpackV am Markt tätig und erfüllen die entsprechenden Dokumentationspflichten und Quotenvorgaben der Verpackungsverordnung. Herstellergetragene Rücknahmesysteme stehen daher für Ressourceneffizienz und anspruchsvolle Verwertungsquoten, wie die Ergebnisse der Studie eindrucksvoll belegen und sind wichtige Beispiele einer direkten Form von durch die Hersteller wahrgenommener Produktverantwortung.

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0    RIGK 2013-0380 Bi Pv Grafik 02 (Size: 185 K, Type: jpg)