Presse-Information

Georg Kaufmann Formenbau AG
04. Mai 2009

Innovative Werkzeug- und Verfahrenstechnik:
Geringere Kosten, höherer Nutzen

Metallfolien direkt hinterspritzen

Visitenkartenhalter als Musterteil: Die 0,2 mm dicke Aluminiumfolie auf der Oberteil-Sichtseite hat beim Hinterspritzen eine Prägung erhalten, zugleich trägt die Oberteil-Rückseite die Schnapphaken zur Verbindung mit dem Unterteil
Bild: Georg Kaufmann Formenbau, Busslingen/Schweiz

 

Busslingen, im Mai 2009. –  Werkzeuge fĂĽr eine neue Anwendung der Hinterspritztechnik, das direkte Hinterspritzen von Metallfolien, entwickelt und baut die Georg Kaufmann Formenbau AG, Busslingen/Schweiz. Diese innovative Technik verbindet die Vorteile und die besondere Haptik einer Metalloberfläche mit der Funktionalität und der Gestaltungsfreiheit von Kunststoff-Formteilen – die metallische Veredelung von Kunststoffteilen ist kostengĂĽnstig in das Spritzgiessen integriert.

Ähnlich wie beim Hinterspritzen anderer Dekormaterialien wird die Metallfolie im Werkzeug gehalten. Beim Einspritzvorgang presst die Kunststoffschmelze die Folie durch den Spritzdruck in die Kavität. Dabei lassen sich – bei Folien bis ca. 0,3 mm Dicke – Oberflächenstrukturen auf das Bauteil übertragen, beispielsweise ein Schriftzug und/oder Designelemente. Im noch geschlossenen Werkzeug trennt anschliessend ein Prägestempel mit einem Präge- und Stanzhub die überstehende Metallfolie vom Bauteil ab. Durch das Abscheren und Fliessen der Metallfolie ergibt dieses werkzeugintegrierte Prägen einen Umbug der Metallfolie und einen glatten, überstandfreien Bauteilrand.

Typisch metallische Haptik: Cool-Touch-Effekt
Durch die hohe Fertigungsintegration kann das Metallfolien-Hinterspritzen die bisherigen kostenintensiven Verfahren ablösen, die oft sogar an unterschiedlichen Orten durchgeführt werden müssen. Zusätzlich bietet das direkte Hinterspritzen der Metallfolien anwendungstechnische sowie qualitative Vorteile. Beispielsweise

  • ist die Metallfolie dicker und unempfindlicher als eine galvanisch aufgetragene Schicht. Ausserdem stellt sich beim BerĂĽhren der Oberfläche das fĂĽr Metalle typische KältegefĂĽhl ein (Cool-Touch-Effekt).
  • erhält man eine flächige, beständige Kunststoff-Metall-Verbindung, während eine nachträglich eingefĂĽgte Metallabdeckung schwerer ist und verschraubt oder verklebt werden muss.

Neben Aluminium- und Edelstahlfolien, die sich bereits bewährt haben, sind weitere Folien in der Erprobung. Um hohe Masshaltigkeit bei geringem Verzug zu erreichen, werden als Basis- bzw. Trägermaterial meist verstärkte und/oder gefüllte Kunststoffe eingesetzt. Die für eine zuverlässige Metall-Kunststoff-Verbindung erforderlichen Haftvermittler hat das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung der Hochschule für Technik in Rapperswil/Schweiz entwickelt, mit dem Kaufmann eng zusammenarbeitet.

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