Presse-Information

Georg Kaufmann Formenbau AG
24. Oktober 2007

Kaufmann: Erstes 2K-Werkzeug fĂĽr das Dolphin-Verfahren in Betrieb - Drehwerkzeug verbindet Softtouch und Steifigkeit

Bild 1. Werkzeug-Mittelplatte (links, für den mitfahrenden Drehtisch) und Matrizenseite (rechts, zum Herstellen der genarbten Oberfläche und des Softtouch-Schaums) des Zweikomponentenwerkzeugs für das Dolphin-Verfahren. Bild: Georg Kaufmann Formenbau, Busslingen/Schweiz.

 

Bild 2. Bei der im Dolphin-Verfahren hergestellten Armauflage entsteht im ersten Schritt der steife Träger. Die im zweiten Schritt erzeugte dauerelastische Schaumschicht besitzt eine genarbte Oberfläche und ergibt den Softtouch-Effekt (rechts). Bild: Georg Kaufmann Formenbau, Busslingen/Schweiz

 

Busslingen, im Oktober 2007. –  Auf der K 2007 ist das erste serientaugliche Spritzgiesswerkzeug fĂĽr das Dolphin-Verfahren in Betrieb zu sehen. Bei diesem Prozess sind das Spritzgiessen und das Schäumen in einer Fertigungszelle zusammengefasst; angewandt wird das Verfahren, um Pkw-Armauflagen mit hoher Steifigkeit und Softtouch-Oberfläche kostengĂĽnstig herzustellen. Eine SchlĂĽsselfunktion hat dabei das von der Georg Kaufmann Formenbau AG, Busslingen/Schweiz, entwickelte und gebaute Zweikomponenten-Drehwerkzeug. Dessen wichtigste Besonderheit sind um mehrere Millimeter bewegliche, federbelastete Tauchkanten. Sie stellen sicher, dass die Kavitäten auch dicht bleiben, wenn das Werkzeug die zur Erzeugung des Softtouch-Schaums erforderliche Hubbewegung ausfĂĽhrt. Betrieben wird das Werkzeug auf einer Zweiplatten-Spritzgiessmaschine von Engel (Halle 15, Stand C58), die mit einem mitfahrenden Drehtisch und auf der Schliessseite mit einer zusätzlichen Einspritzeinheit ausgestattet ist.

Bei dem mit jeweils zwei Kavitäten ausgeführten Drehwerkzeug dient Station 1 zum Spritzgiessen je eines linken und rechten Armauflageträgers aus einem glasfaserverstärkten PBT/ASA-Blend. Durch eine 180°-Drehung der Werkzeug-Mittelplatte gelangen diese Träger in Station 2. Dort wird mit Hilfe des Mucell-Verfahrens die Schaumstruktur für den Softtouch-Effekt erzeugt. Dafür werden im geschlossenen Werkzeug die Träger mit einem gasbeladenen Thermoplastischen Elastomer (TPE) überspritzt und dabei die Kavitäten volumetrisch gefüllt. Während einer kurzen Abkühlphase bildet sich an der kalten Werkzeugwand eine geschlossene, genarbte Randschicht. Danach öffnet sich die Werkzeugstation 2 parallelitätsgeregelt um ca. 3 mm; dabei halten die ähnlich wie Schieber in das Werkzeug eingepassten, von kräftigen Federn abgestützten Tauchkanten das Werkzeug dicht. Durch die Expansion setzt der Schäumvorgang ein und unter der dichten Oberflächenschicht bildet sich ein dauerelastischer TPE-Schaum. Selbstverständlich sind die Teile so in das Werkzeug gelegt, dass die Schaumschicht im Armauflage- und Radienbereich ihre maximale Dicke erreicht. Die chemische Ähnlichkeit der Materialien stellt eine sehr gute Haftung zwischen Träger- und Schaumbereich sicher.

Über diese Anwendung hinaus besitzt das Dolphin-Verfahren ein grosses Potenzial bei der Innenausstattung von Nutzfahrzeugen. Beispiele sind Armaturentafeln und Verkleidungsteile in Lkws und Omnibussen – die dabei erwünschte Kombination von hoher Strapazierfähigkeit und ansprechender Softtouch-Oberfläche lässt sich bisher nur zu erheblich höheren Kosten erreichen.

XXX

Weitere AuskĂĽnfte:
Georg Kaufmann,  Georg Kaufmann Formenbau AG
Rugghölzli 3,  CH-5453 Busslingen/Schweiz
Tel.:  +41 (0) 56/485 65 00,  Fax:  +41 (0) 56/496 54 00
E-Mail:  gktool(at)gktool.ch
Internet:  http://www.gktool.ch

Redaktioneller Kontakt und Belegexemplare:
Dr. Diether Burkhardt,  KONSENS Public Relations GmbH & Co. KG,
Hans-Kudlich-StraĂźe 25,  D-64823 GroĂź-Umstadt
Tel.:  +49 (0) 60 78/93 63-0,  Fax:  +49 (0) 60 78/93 63-20
E-Mail:  mail(at)konsens.de


Downloads:

0    Text deutsch 2007-0285 (Size: 31 K, Type: doc)
1    Text english 2007-0285 (Size: 31 K, Type: doc)
-1    Bild/Picture 1 2007-0285 (Size: 1.3 M, Type: jpg)
-1    Bild/Picture 2 2007-0285 (Size: 0.9 M, Type: jpg)